Dienstag, 07 August 2018 00:26

Nach dem Regen ist vor dem Regen

Gerade dröhnen im Hintergrund die Bässe der Disco. Diesmal hatte der Wettergott nichts dagegen, dass wir die Nacht zum Tag machen. Am heutigen Montag hat sich das Wetter wieder von seiner besten Seite gezeigt. Alle konnten zu ihren geplanten Touren starten.

 

So standen heute neben der Wasserwanderung durch die Toulourenc, die Wanderung zu den Cascaden mit anschließendem Klippenspringen, Kletterpark und weitere Aktivitäten auf dem Plan.

Um 8 Uhr sollten Gruppe Axel und Gruppe Alena als erstes starten. Axels Ameisenhaufen hatte es aber nicht so mit der Pünktlichkeit. Gruppe Alena war da 2 Minuten früher dran. So fehlten entweder die Getränke, Cappies oder sogar die Zwerge komplett. Gegen 08:08 konnten wir die Motoren starten und die Truppe an den Startpunkt fahren. 

Der erste Junge machten nach 50m das erste Mal schlapp, So nahm Axel den kleinen ans Händchen. Bildlich beschreiben von Axel, er kam sich vor wie Superman, nicht dass er fliegen konnte, sondern dass er die Haltung von Supermann eingenommen hatte, auf auf und davon. In der Höhe vom Kloster brachte Bonzo noch eins von Alenas Mädels vorbei. Sie durfte heute vorsichtshalber beim Onkel Doktor vorbei. Es war wohl soweit alles gut, dass bewegen und schwimmen möglich war. Kaum an den Wasserfällen angekommen, durfte Axel seine Supermannhaltung aufgeben. Sobald das Wasser in Reichweite war, konnte keiner den Kollegen mehr aufhalten. Er wurde die nächsten drei Stunden nur noch gesehen, wie er die Klippen hoch kletterte um sich direkt in die Fluten zu stürzen und das mit einem Grinsen übers ganze Gesicht. Wasser ist wohl eher sein Element. Die anderen Jungen und Mädchen tollten ebenfalls ausgiebig im Wasser. Man hörte viel Gelächter. Diesmal hatte Axel beschlossen, die Abfahrt sollte pünktlich erfolgen. Alena und Axel scheuchten alle Kinder dass sie um 16:45 abmarschbereit waren. Normal reichen 20 Minuten um an den Bussen anzukommen. Dank der Supermannpose trafen alle um 17:28 ein. Dafür ein Lob an die Truppe, wir brauchten nicht warten und waren pünktlich zum Hähnchegyros mit Reis, Tzaziki und Möhren-Krautsalat zurück im Lager.

Gruppe Marion ist nach dem Frühstück mit Buffy zum Geocachen Richtung Gipfelkreuz marschiert. Die 4 angepeilten Geocaches wurden gesucht und gefunden, einer davon war sogar eine größere Kiste, was drin war? Wird nicht verraten, dafür muss man selber suchen. Drei wurden sogar von demselben Mädchen gefunden worden. Zwischendurch wanderten Kräuter die so auf dem Weg lagen, direkt mit eingesammelt. Oben am Gipfelkreuz angekommen, wurde eine Fotosession mit Gipfelkreuz eingelegt um den Moment festzuhalten, bevor es zurück ins Dorf Aiguèze ging. Im Mittelalterlichen Aiguèze wurden die Andenkenläden und ein Kuriositätenmuseum gestürmt. Da die Mädels die Caches so schnell gefunden habe, gab Buffy allen eine Kugel Eis aus. Pünktlich zum Mittag waren die Mädels entspannt und zufrieden zurück im Lager. Nachmittags verbrachten die Mädels ihre Zeit, mit dem, worauf jede Lust hatte.

 Gruppe Marcel verbrachte Zeit im Kletterpark. Erst wurde groß getönt, wir schaffen es bis zur Strecke 11. Zwei haben es bis dahin geschafft und versucht, wurden aber von den Profikletterern zurück begleitet. So bleibt es bis jetzt erstmal bei einem, der die höchste Stufe in dieser Hälfte geschafft hat.

 Buffy mit ihren Mädels, zusammen mit Mädels von Marion, legten nachmittags einen Beauty- Tag ein. Mit Henna wurden schöne Muster auf die Haut gemalt, Nagellack verteilt und Haare gefärbt. Falls noch jemand vorbei kam, der sich verzieren lassen wollte, kein Thema. Da wurde direkt weiter gemalt. Mal sehen was morgen für Muster und Farben auf dem Platz zu sehen sind, aber keine Sorge, die Farbe verschwindet beim nächsten Waschen wieder. Alle sollten mit ihrer normalen Haarfarbe wieder zurück kommen. Vielleicht werden einige vom Henna halt helle Stellen behalten, weil die Sonne dort nicht so hin kommt, es wird auf jeden Fall ein nettes Andenken.

Gruppe Dominik wollte Ruhe und chillen, ein paar rafften sich auf und gingen ins Dorf. Einer half beim Malen der Henna- Tatoos bei den Kleineren.

Gruppe Gerd startete nach dem Frühstück mit Gruppe Laura zum Intermarche in St Just. Im Anschluss eroberten Teile der beiden Gruppen den Kletterpark. 

Gruppe Lena mit einem aus Gruppe Dominik, begleitet von Britta und Mo wollten, wie zuvor Gruppe Gerd in St Just einkaufen gehen. Diese Gruppe schien ein Händchen für Fahrräder zu haben. Kaum losgefahren, meldete sich der erste platte Reifen, Britta kehrte mit dem Rad um, ein paar Meter weiter sprang eine Kette ab. Wieder drauf mit dem Teil und weiter ging es. Kurz vorm Intermarche den nächsten Platten. So schoben Lena und ihr Gruppenkind das Rad weiter bis zum Ziel. Erstmal einkaufen. Ein Hilferuf ins Lager und beide, Kind und Fahrrad wurden, nachdem eingekauft wurde, eingesammelt und mit zurück genommen. Der Rest kam ohne Pannen zum Mittagessen im Lager an. So wird Ha-Jo wieder einiges zu Flicken haben. Er kümmert sich um die ganzen Fahrräder und schaut jedes nach, bevor er es mit auf Tour schickt, doch man steckt einfach nicht drin, als ob jedes Fahrrad seinen eigenen Willen hat.

Nachmittag ging es an die Ardeche.  Hier waren sie unter sich und genossen es, das Kind, welches noch in jedem von uns steckt, herauszulassen. Da bin ich echt neidisch und ich hätte gern mitgemacht. Sie beobachteten Fische, fingen sie ein um denen ein eigenes Becken im Fluss zu bauen. Selbst Namen wurden der Beute verpasst. So schwammen „Jörg“, „Bonzo“ und „Fred“ fröhlich auf und ab. „Bonzo“ bekam sogar ein eigenes Bassin. Zum Schluss wurde er wieder zu den anderen entlassen. Mädels, behaltet es bei und pflegt euer inneres Kind, es wird euch immer wieder helfen! Spätestens, wenn ihr euch vielleicht entschließt, selbst einmal Gruppenleiter im Zeltlager zu sein, werdet ihr es brauchen.

Gruppe Daniel mit zwei Mädels aus Gruppe Buffy und Carina mit ihrer Gruppe hatten heute die Wasserwanderung auf dem Plan. Diese waren überpünktlich. Wir konnten starten und waren vor den Touristenmassen am Einstiegsort. Dort entließen wir die Truppe in den ersten Teil der Wanderung. Erst startete es ganz harmlos, doch als sie an der Lehmhöhle ankamen, stach Daniels Jungs wohl die Sonne.  Jeder aus Gruppe Carina wurde erstmal versenkt bevor sie selbst in das ca 1, 50 tiefe Wasser stiegen um in die Lehmhöhle zu gelangen. Jenny aus der Küche begleitete die Gruppe und zusammen mit jeweils zwei Jungen an ihrer Seite konnte sie den ersten Teil dieser Tour mitlaufen. Die Jungs aus Gruppe Daniel und Carina wechselten sich regelmäßig dabei ab. Wir waren gerade mit unserm Kaffee fertig, da meldeten sich die Wasserwanderer mit knurrendem Magen, Fahrer Rolf brachte schnell die Verpflegungskisten runter, während Hase und ich zum Endpunkt fuhren um einen der wenigen Schattenplätze zu erobern. Kaum war die Verpflegung vernichtet, ging es in den zweiten Teil, der einiges Geschick beim Klettern abverlangte. Anscheinend sind alle geflogen. Zwischendurch trafen sie auf sehr hilfsbereite Franzosen, die Jungs von Daniel reihten sinnlos irgendwelche Wörter zusammen, irgendwie kamen Kartoffeln vor, mehr wurde nicht verraten, die Franzosen versuchten irgendwie schlau draus zu werden. Nach einer kurzen Zeit klärte einer aus der Gruppe mit seinem Französisch auf, was die so erzählt hatten, sie hatten Humor, so dass alle gemeinsam lachten. Um 20 nach zwei tauchten die ersten auf und der Rest folgte keiner 10 Minuten später. Alle zogen sich trockene Sachen an, der Plan, den uns vorher keiner mitgeteilt hatte, dass ein Einkaufsstopp beim Intermarche eingelegt werden sollte. Da die Truppe so dermaßen gut in der Zeit war, konnte dieser Stopp eingelegt werden. Im Supermarkt wurden die Vorräte an Limo, Cola und Knabberzeug aufgestockt. Wir kamen zeitig im Lager an.Wir Fahrer hatten keine Hektik um Alena und Axel mit ihren Gruppenkindern abzuholen. Eine Besonderheit gibt es von dieser Tour noch zu berichten... Trockene Sachen, Gruppenleiter Daniel hatte drauf geachtet, dass alle trockene Sachen mit hatten. Doch er selbst hatte vergessen eine Hose mitzunehmen. Also setzte er sich in Boxershorts ins Auto und die kurze Hose wurde kurzerhand aus dem Fenster gehalten. Sie war bis zum Supermarkt trocken, dass er mit in einkaufen konnte. 

Gruppe Tim und Gruppe Michelle brach zum Camping les grottes auf. Irgendwie fühlte sich der Hinweg sehr lang an. Der Plan dieser Unternehmung, ab in die Unterwelt und erst mit einer schönen Schlammpackung wieder ans Tageslicht kommen. Tim und einer seiner Jungen waren sich sicher, dass sie den Eingang finden. Sie suchten und fanden auch drei Eingänge, doch in jedem Eingangsbereich waren Kühlboxen und teilweise verschimmeltes Obst und Müll zu finden. Irgendwie wollte da keiner wirklich durch, das kann doch nicht so richtig sein. Schlussendlich entschieden sie, es für heute zu lassen. Sie stürzten sich ohne die obligatorischen Schlammpackung in die Ardeche abzutauchen. Fester Vorsatz, beim nächsten Mal wird der richtige Eingang definitiv gefunden, er muss doch irgendwo sein. So bliebe sie an die drei Stunden dort und kehrten dann zurück ins Lager.

 

   
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