Fahrradtour nach Orange
Diese etwa 70 Kilometer lange Strecke ist auch von ungeübten Radfahrern zu bewältigen. Nur wenige Steigungen bringen uns in Schwitzen. Diese Erlebnistour führt uns zunächst nach Mornas, einem sehr alten Dorf, dass vor vielen vielen Jahren noch unmittelbar an der Rhone lag. Durch Kanalisierung, Strassen- und Autobahnbau ist die Rhone nur noch von der Burganlage aus zu sehen. Das Dorf ist, wie die vielen anderen provençalischen Orte auch, gemütlich und einladend. Unter großen schattenspendenden Platanen kann man sich am Brunnen in der Dorfmitte erfrischen.
Piolenc ist unser nächstes Ziel. Dieses Dorf bezeichnet sich selbst als Hauptstadt des Knoblauchs. Rechts und links der Hauptstrasse werden fast nur Knoblauch und Zwiebeln verkauft. Wie bei uns in den Bekleidungsgeschäften die Kleidungsstücke, hängt hier der rote, rosa, lila und weiße Knoblauch in langen Zöpfen an der Stange. Einmal jährlich im August wird hier das große Knoblauchfest gefeiert.
In Orange erwartet uns bei der Einfahrt der Triumphbogen, der vor ca. 2000 Jahren von den Römern errichtet wurde. Sehenswert sind auch die vielen anderen Bauwerke aus römischer Zeit, wie das große, offene Theater, in dem heute immer noch Aufführungen stattfinden. Der Wanderweg über die Felsen rund um das Theater ist ein absoluter Höhepunkt der Orange-Tour.
Die Rückfahrt geht wieder über endlose Alleen, deren alte Platanen uns Schatten spenden. Vor uns waren die Soldaten Napoleons schon froh, im Schatten marschieren zu können.
Pont St. Esprit ist unser letztes Ziel vor unserer Ankunft im Zeltlager. Ohne die Menschenmassen, die samstags wegen des Marktes die Kleinstadt bevölkern, kann man den Ort völlig stressfrei besichtigen. An der alten Rhonebrücke beginnt ein historischer Rundwanderweg, der in einer guten halben Stunde abgewandert ist.

   
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