Mittwoch, 11 Oktober 2017 21:06

Im Justizpalast von Nimes

Um 14.00 Uhr waren wir heute vor Gericht geladen. Womit wir nicht gerechnet hatten, war die Besonderheit bei französischen Gerichten, dass weitere Fälle auch um 14.00 Uhr verhandelt werden sollten. Bei den Anwälten besteht die Übereinkunft, dass die Kolleginnen und Kollegen, die von weither kommen, zuerst vortragen dürfen. Wir waren am Ende dran, da unsere Anwältin aus ALES und der Gegner aus AVIGNON kommt.

Als wir dann endlich vor den Richter treten mussten - in unserem Fall eine Richterin, war es annähernd 16.00 Uhr. Der Kläger zog richtig vom Leder ab. Wir kamen uns ja schon fast wie die übelsten Verbrecher vor. Dann war aber unsere Verteidigerin an der Reihe. Wir können nur sagen "Hut ab"! Die Anwältin war noch bissiger und konnte viele Sachen der Gegenseite entkräften. Es war sehr spannend. Die Richterin musste manchmal nachfragen, weil Unklarheiten bestanden, die dann aber klargestellt werden konnten. Trotz des guten Gefühls was wir hatten, konnte unsere Anwältin nur sagen, dass wir jetzt bis zum 15. November warten müssen. Dann wird das Urteil bekannt gegeben. Auf eine weitere Besonderheit wurden wir ebenfalls hingewiesen: Sollten wir erstinstanzlich in vollem Umfang verlieren, müsste sofort mit dem Rückbau unserer Container begonnen werden, auch wenn wir in die Revision gehen. 

Es bleibt also sehr spannend. Drückt die Daumen, dass wir unsere Ferienfreizeiten wie gewohnt an der schönen Ardeche weitermachen können. Das Lagerleitungsteam hat in den letzten Wochen schwer gelitten. Den entgültigen Tiefschlag wollen wir nicht einstecken. 

Wir möchten uns hier noch einmal bei den vielen Menschen bedanken, die uns in der sehr anstrengenden Zeit unterstützt haben. 

Wir werden weiter berichten...

 

   
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