Sonntag, 23 April 2017 09:23

Neue Attraktion im Kletterpark von St. Julien

Unsere Nachbarn vom Kletterpark waren in den Wintermonaten nicht faul. In den Bäumen wurde viel gearbeitet. Das sich die Arbeit gelohnt hat, konnten wir an den vielen lauten Schreien feststellen, die an den Ostertagen zu uns herüberhallten.

Die Männer und Frauen haben eine Art Bungeeseil in die höchsten Wipfel geknotet, an dem man sich in die Tiefe stürzen kann. Allerdings ist der Sturz abwärts stark gebremst, so dass man auch nach dem Mittagessen den Hochseilgarten besuchen kann. Für unsere Kinder haben wir einen Niceprice verhandelt. Das Tagesticket kostet so nur dreizehn Euro und man kann jeden Parcours sooft durchlaufen bis die Spucke wegbleibt.

Die in der Provence verbliebene Mannschaft ist heute nach St. Alexandre in die Kirche gefahren. Dort wird das Patronatsfest gefeiert. Saint Alexandre ist eine kleine Gemeinde, die zum Kanton Pont St. Esprit gehört. Der Besuch der Kirche aus dem Mittelalter lohnt sich. Der ungefähr fünfzehn Kilometer entfernte Ort eignet sich ganz besonders für eine kleine Fahrradtour durch schattige Wälder, Weinfelder und Obstwiesen.

Nicht nur wir auf unserem Luxuscampingplatz mussten die Schäden beseitigen, die der Mistral hinterlassen hat. In Saint Julien ist die fast zweihundert Jahre alte und stattliche Kastanie vor der Schule auf zwei Meter einfach abgebrochen. Die Gemeinde will nun den mannshohen Stumpf stehen lassen und als Plakatsäule nutzen.

Unser Platz ist zurzeit noch übersät von vielen tiefen Löchern, die die Wildschweine gegraben haben. Da ist es schon gut, dass die Vorhut des Zeltlagers aus annähernd fünfzig Personen besteht. Dreißigtausend Quadratmeter müssen wieder eingeebnet werden. Die Schweine sind hier eine Plage. Im Bürgermeisteramt der Gemeinde haben wir dies auch zur Sprache gebracht. Die Jagdsaison wird nun verlängert und es darf auch nachts geschossen werden. Am Wochenende vor Ostern wurden auf dem Gemeindegebiet zwar einhundertdreißig Schweine erschossen, aber das war nur ein ganz kleiner Prozentsatz der die Einwohner terrorisierenden Borstenviecher. Wie in Orwells Klassiker "Die Farm der Tiere" wollen die Schweine an die Macht...

Weil die Bauern hier ordnungsgemäß ihre Felder schützen, gibt es Wildschweinfleisch im Überfluss. So konnten wir uns eine leckere "Daube provencal" zubereiten. Dieses uralte Traditionsgericht ist ganz einfach zuzubereiten. Das kleingeschnittene Wildschwein wird in einem großen Topf angebraten, dann kommen Zwiebeln, Knoblauch und anderes heimisches Gemüse hinzu - und dann wird der regionale Rotwein hinzugegeben. Zehn Stunden soll die "Daube" schmurgeln, regelmäßig wird weiter Wein darüber gegossen. Lecker, lecker, lecker...

Am 9. Mai wird der Speiseplan für das Sommerzeltlager erstellt. Die Verpflegungsmanager, Köche und weitere Spezialisten werden sicherlich wieder dafür sorgen, dass ein schmackhaftes, abwechslungsreiches und gesundes Essen im Sommer auf den Tisch kommt.

Morgen wird in Saint Julien auf dem Zeltplatz nicht gesrbeitet. Chef Pastor Leo Verhülsdonk feiert seinen 90. Geburtstag. Das kann man sich als junger Mensch gar nicht vorstellen, 1927 geboren zu sein. Kurz vorher sind doch erst die Dinosaurier ausgestorben...

 

Letzte Änderung am Sonntag, 23 April 2017 19:26
   
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